Der Alltag ist das beste Fitnessstudio
Man trennt gerne Beruf und Privatleben – völlig zu Recht, so kann man nicht nur in anstrengenden Arbeitsphasen leichter abschalten. Die Freizeit ist ja bei fast allen die einzige Möglichkeit, sich körperlich zu betätigen. Man kann entscheiden, ob man aktiv sein will oder faul. Dabei sind diese strikten Trennungen oft gar nicht nötig. Denn der Alltag, sowohl der berufliche als auch der private, bietet eine Unzahl an Chancen, den Organismus in Schwung zu bringen. Das beginnt mit dem Aufstehen in der Früh und endet in dem Moment, wo du im Bett vom Schlaf übermannt wirst.
Die einfachste Übung ist, sich mehrmals täglich zu strecken. Das braucht gar kein ausgeklügeltes Dehnungsprogramm sein. Es reicht, wenn du deine Arme so weit wie möglich nach oben führst, tief durchatmest und dann z.B. den Körper sachte zur Seite neigst. Wichtig: Ganz sanft ausführen. Schüttle Arme und Beine aus, mach ein paar Armkreise und versuche dich einfach am ganzen Körper zu lockern.
Gerade bei konzentrierter Arbeit vor dem Computer solltest du einmal pro Stunde ein solches Entspannungsprogramm durchziehen, damit Nacken- und Schulterbereich nicht zu stark verkrampfen. Am Ende des Tages hast du dich zumindest eine halbe Stunde um das Wohlbefinden gekümmert. Schaffe dir ein Ritual, um dich zu lockern. Durch solche kurzen Pausen wird dein Konzentrationsvermögen wieder gesteigert. Und geh in der Mittagspause ein wenig spazieren und erledige Bürotätigkeiten wie Telefonate oder Post ansehen ruhig im Stehen oder Gehen.
Der Restalltag beschert sowieso jede Menge Fitnessmöglichkeiten. Versuche, so viele Wege wie möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erledigen – ein bisschen früher aufstehen wirkt wahre Wunder. Wenn du in der Stadt normalerweise mit Straßenbahn oder Bus unterwegs bist, dann geh öfters bis zur nächsten oder übernächsten Station zu Fuß. Oder parke einfach dein Auto einmal ein paar hundert Meter entfernt von zuhause. Und steige lieber über Stiegen, anstatt nur mit Lift oder Rolltreppe aufwärts zu kommen. Du brauchst dir nur ein paar "Fallen" zu stellen, damit du in Schwung bleibst – und plötzlich wirst du draufkommen, welche Freude du an der Bewegung entwickelst.




